Flora und Fauna

Sattgrün leuchten die Inseln,
Eine immergrüne Strauchgesellschaft aus Lorbeer, Wacholder und Baumheide
überzieht heute weite Teile São Miguels. Sie konnte dort entstehen, wo Wälder abgeholzt wurden .
Äcker und Wiesen sind mit Hortensienhecken abgegrenzt, die von Juni - September dicke leuchtend
rote, lila und blaue Blüten tragen.
Auch wenn die Hortensie mittlerweile das Aushängeschild der Azoren ist, zur ursprünglichen Vegetation,
so wie sie die Siedler vorfanden, gehört sie nicht.
Aufgrund der klimatischen Bedingungen, wächst und gedeiht nahezu alles, was man in den Boden steckt oder sät.
Insgesamt existieren auf den Azoren rund 850 verschiedene Farne und Samen- bzw. Blütenpflanzen,
darunter nur 56 endemische (hier vorkommende) Arten.

Die Tierwelt der Azoren - ein Paradies der Harmlosen
Das einzige heimische Säugetier zur Zeit der Besiedlung soll die Fledermaus gewesen sein.
Daneben gibt es eine Vielzahl von Vögeln, Insekten und Kriechtieren, jedoch keine Schlangen.
Kein Grund zur Sorge also, wenn man über saftige Wiesen wandert oder
über die Schotterflächen der Hochebenen steigt.
Ebensowenig gibt es wilde größere Säugetiere.
Ein friedliches Haustier könnte das Wappentier der Azoren abgeben: die Kuh, sie ist allgegenwärtig.

Die Kombination aus beidem macht es einfach nur idyllisch, nur einer kann einem die Romantik verderben:
Der kleine Sturmtaucher (cagarras), der mit Einsetzen der Dunkelheit über die Küstenorte kreist
und ein jämmerliches Gekrächze ausstößt.