Die malerischen Kraterseen Lagoa Azul und Lagoa Verde zählen zum Schönsten,
was die Azoren zu bieten haben.
Am eindrucksvollsten ist der Blick, wie hier zu sehen,
vom Ausichtspunkt
Vista do Rei hoch über den Seen am Grat der allumfassenden Caldeira.
Der erste See am Fuß des Aussichtspunktes ist der
Lagoa Verde.
Er verdankt diesen Namen seinen grünlichen Schimmern bei Sonnenschein,
welche durch Reflexionen von der steilen bewaldeten Kraterwand hervorgerufen werden.
Dahinter liegt, durch eine schmale Brücke getrennt, der
Lagoa Azul.
Am Ufer des blauen See´s liegt das kleine Bauerndorf Sete Cidades (Sieben Städte),
um dessen Namen sich unzählige Legenden ranken.


See-Geschichte

Die riesige Caldeira, mit über 12 km Durchmesser zugleich die größte der Azoren,
soll kurz vor der Mitte des 15. Jh. entstanden sein. Es war die Zeit, als die ersten Siedler begonnen hatten,
die bewaldeten Hänge des etwa 1200 m hohen Vulkans zu roden.
Eine gewaltige Eruption unvorstellbarer Kraft sprengte den Berg weg und ließ den Krater zum Einsturz bringen.
So zumindest geht es aus den Berichten des Seefahrers Gonçalo Velho Cabral hervor, der 1444 nach São Miguel segelte.
Der Vulkan, dieser für die Navigation wichtige Orientierungspunkt, war nicht mehr.
Statt dessen kämpfte sich das Schiff durch ein aufgewühltes Meer voller Baumstämme,
von oben regnete es Steine und Asche, am Himmel sah man Glutwolken, und Gasschwaden vergifteten die Luft.